Hubertusmesse 2026

Festliche Hubertusmesse in Merklingen: Ein Abend im Zeichen von Tradition, Musik und Gemeinschaft

Erstellt am

Am Samstag, den 31. Oktober 2026, lud die Organisation der Kreisjägervereinigung (KJV) Leonberg e.V. zur traditionellen Hubertusmesse in die evangelische Remigiuskirche nach Merklingen ein. Es wurde ein Abend voller stimmungsvoller Momente, der den Besuchern sowohl musikalisch als auch inhaltlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Feierliche Klänge und eine volle Kirche 

Die Kirche in Merklingen war sehr stark besucht, als die rund 30 Jagdhornbläser der KJV Leonberg e.V. das Gotteshaus mit ihren kraftvollen Hörnerklängen erfüllten. Sie sorgten für den feierlichen Rahmen und schufen von der ersten Minute an eine ganz besondere, andächtige Atmosphäre.


Eine Predigt, die bewegt: „Es liegt an uns!“
Pfarrer Georg Hardecker leitete die Messe mit viel Humor und schaffte es durch einfache, praktische Glaubensbeispiele aus dem Alltag, die Herzen der Zuhörer direkt zu erreichen.
Im Zentrum seiner Predigt stand die traditionelle Geschichte des heiligen Hubertus von Lüttich. Hubertus, der einst ohne Rücksicht auf die Natur und die Schöpfung jagte, änderte seinen Lebenswandel radikal, nachdem ihm ein Hirsch mit einem Kruzifix im Geweih erschien. Die klare Botschaft dieses Abends an alle Anwesenden: Achte das Geschöpf, deine Gegenüber und gehe respektvoll mit allen Lebewesen um – egal ob Mensch oder Tier.
Pfarrer Hardecker schlug zudem eine Brücke zum aktuellen gesellschaftlichen Miteinander. Er betonte, dass der Umgang miteinander von jedem Einzelnen aktiv gestaltet werden kann. Probleme habe es schon immer gegeben, und es sei zu einfach, einzelnen Personen oder Gruppen die Schuld an einer vermeintlich schlechten Gesamtsituation zu geben. Mit einem augenzwinkernden historischen Vergleich verdeutlichte er dies: Was heute beispielsweise als Hass gegenüber Migranten auftritt, war früher der Zwist zwischen den Nachbarorten Weil der Stadt und Merklingen. Die Message blieb dieselbe: Es liegt ganz allein an uns selbst. Passend zum zeitgleichen Reformationstag erinnerte er an die Botschaft eines demütigen und wertschätzenden Umgangs miteinander.


Gemütlicher Ausklang im Gemeindehaus
Nach dem andächtigen Gottesdienst war der Abend noch lange nicht vorbei. Im Anschluss kamen viele Besucher, als auch Mitwirkende, zu einem gemeinsamen Abendessen im Gemeindehaus zusammen, welches uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Bei deftigem Jägerbraten und Schnitzel füllte sich das Gemeindehaus bis auf den letzten Platz. Es wurde geredet, gelacht und sich ausgetauscht – ein rundum gelungener und harmonischer Abschluss eines wunderbaren Abends in gemütlicher Runde.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pfarrer Georg Hardecker für die inspirierenden Worte, bei unseren Jagdhornbläsern für die musikalische Umrahmung und bei allen Gästen, die diesen Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht haben! Ein herzliches Dankeschön gilt auch all den fleißigen Helfern, die mit der wunderschönen Dekoration für das passende Ambiente gesorgt haben, dem Team für den reibungslosen Auf- und Abbau sowie den Küchen- und Servicemitarbeitenden und allen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren tatkräftigen Einsatz dieser Abend nicht möglich gewesen wäre.

Nina Vanessa Duzend