Rebhuhnsymposium

im Juni 2014 in Stuttgart

  • Foto Jürgen Korn

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Sibylle Schabel Obfrau Natur

Am 14. Juni 2014 fand in Stuttgart das internationale Rebhuhnsymposium statt. Veranstalter waren der Bund für Falknerei und Greifvogelschutz und der Landesjagdverband Baden-Württemberg.

Die Redner waren führende Experten im Rebhuhnschutz aus ganz Europa

Die Themen: „Allianz fürs Niederwild - zu spät für das Rebhuhn?“

Klaus Lachenmaier LJV „Rebhuhnhege – und Monitoring in BaWü“

G. Dalüge Wildforschungsstelle „Bruterfolg und Sterblichkeit von Rebhühnern in einer durch Blühstreifen aufgewerteten Landschaft. Ergebnisse einer fünfjährigen Telemetriestudie „.

Dr. E. Gottschalk Uni Göttingen „Rehbhuhnschutz im Landkreis Göttingen in Kooperation mit der Landwirtschaft - neue Lebensräume durch rebhuhngerechte Bewirtschaftung von Blühstreifen und –flächen.“

Dipl. Biol. W. Beeke Uni Göttingen „Wiederansiedlung von Rebhühnern – wie gemacht?“

Dr. F. Buner, Game and Wildlife Conservation Trust-GWCT Großbritannien Prädatorenmanagement in Ungarn

Dipl. Ing. P. Haja „Kükensterblichkeitsreduzierung durch moderate Zufütterung – Ergebnisse und Erfahrungen auss Österreich und Thüringen“

 T. Hamberger, Verband dt. Falkner

Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst: Es ist für das Rebhuhn fünf vor 12, aber es ist noch nicht hoffnungslos. Das Allerwichtigste ist eine effektive Prädatorenbejagung . Es ist immer besser vorhandene Rebhuhnpaare zu unterstützen als wiederanzusiedeln und es sollten noch mindestens zwei Paare vorhanden sein, hierbei spielt dann auch die Vernetzung der Reviere eine große Rolle. Um etwas erreichen zu wollen braucht es einen langen Atem, man sollte in Hegeringen oder ganzen Landkreisen denken. Das bedeutet Dimensionen von 10 und mehr Jahren. Hierbei sind Jäger, Pächter, Landwirte, Naturschützer und Gemeinden, als aktive Unterstützer gefragt, denn es ist auch kein billiges Unterfangen pro Rebhuhn kommt man auf Kosten um 700 Euro. Für die Biotopverbesserung sind flächige Blühflächen besser als Streifen, am besten mit folgender Dreiteilung: Erde, Blühstreifen vom letzen Jahr als Deckung, dann 2 frisch gesäte Streifen als Futter und Deckung. Eine Winterfütterung ist gut für eine bessere Vernetzung, auch wenn eigentlich genug Futter da wäre, da die 2. Brut dann bessere Überlebenschancen hat Ratten sind von der Fütterung unbedingt fernzuhalten. Möchte man Rebhühner aussetzten ist die Qualität der Hühner wichtiger als die Quantität. Hennen die wissen, welches Futter die Küken brauchen und wo sie es finden, sorgen für eine höhere Überlebensquote.

Die fünf- jährige Telemetrie Studie hat gezeigt, dass die Sterblichkeit der Hennen während der Brutzeit am Höchsten ist. 82 Prozent der Prädatoren waren Raubsäuger. Im Winter liegen die Verluste an Schneetagen fünf - fach höher, was auf die enorme Bedeutung der Winterdeckung hinweist.

Erstellt am 15.10.2014
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